Freitag, 11. November 2016

Und etwas für den Herbst ...



Seit einiger Zeit stehen diese gefiederte Eule und die beiden 
Pilzgruppen beiläufig abgestellt auf unserer Fensterbank 
im Treppenhaus. Eigentlich wollte ich mit ihnen und ein 
paar Naturmaterialien eine kleine herbstliche Insel im Wohn-/
Schlafraum gestalten. Doch nach den letzten Tagen fehlte mir 
einfach die Lust und Zeit zum Dekorieren. 

Denn seit Ende Oktober begab ich mich häufiger ins Deko-
'Bergwerk' meiner Schwiegermutter, um aus all' ihren Tüten, 
Taschen, Kisten, Kartons und Schränken im Hausarbeitsraum, 
im Keller und auf dem Dachboden weiteres Dekomaterial aus 
über 20 Jahren auszupacken, zu bewerten, mitzunehmen, 
wegzuwerfen oder für andere Interessenten teilweise nach 
Themen sortiert sichtbar aufzustellen. 

Einige Kisten mit außergewöhnlicher maritimer Deko, 
Weihnachtsmaterialien, Osterdeko, ein paar Teile 
für den Herbst und wunderschönes MetallGerümpel 
zogen neben reichlich Rollen Geschenkpapier sowie 
einigen originalverpackten Bändern, diversen Kerzen
und Windlichtern etappenweise nun auch noch 

Aber es gab auch sehr viel, was mich auf den ersten Blick 
nicht sogleich ansprach, so dass ich es mit einem etwas 
mulmigen Gefühl lieber für die Haushaltsauflösung stehen ließ. 
Denn inzwischen können wir uns durch all' die mitgebrachten 
Kisten kaum noch in unseren Räumen bewegen ... 

Wie gern hätten wir diese teils sogar unbenutzten Dinge 
gespendet. Aber die Möwe in Osnabrück war zu der Zeit 
so ausgebucht, dass wir Mitte Oktober frühestens in 6 bis 
8 Wochen einen Termin für eine Haushaltsauflösung hätten 
buchen können. So wurde es ein gewerblicher Anbieter, 
bei dem 8,9 Tonnen Sperr-/Restmüll sowie Bauschutt in Form 
von Glas, Geschirr & Übertöpfen zusammenkamen. Auch Bücher 
sind heute leider kaum noch einen Cent wert, und wurden 
größtenteils zu Altpapier.

Doch am heutigen Tag wurde das Haus bis auf wenige Teile, 
die die neuen Besitzer wertschätzen, entrümpelt übergeben. 
Und nun beginnt für uns das große Problem wohin mit all' den 
sichergestellten wunderschönen Deko- & Erinnerungsstücken.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

mausimom hat gesagt…

Oh je....
so lange nichts von Dir gelesen und nun gleich so traurig.
Ich versuche hier immer mal wieder ein bisschen auszusortieren.....
denke so manches Mal was meine Kinder erwartet, wenn ich mal nicht mehr bin.
Auch mir fällt es schwer mich von etwas zu trennen was mir irgendwann einmal gefiel.
Ich hoffe ihr findet einen Weg die Spreu vom Weizen zu trennen bei all den Dingen, die jetzt bei euch auf's Sortieren warten!
Ganz liebe Grüße
ute

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Wir haben es lange genug hinausgezögert und konnten uns so gesehen auch lange genug auf den Moment seelisch einstellten. Im Herbst 2014 hätten wir sicherlich noch viel mehr aus dem Haus zu retten versucht. Aber da sich in den 2 Jahren unser Leben durch die Firma, gesundheitliche Probleme, das ständig weiter ausufernde Bären- & Mäuse-Thema, Wolfgangs Saurierleidenschaft in Form von Modellen & Büchern, und unser stetig alterndes Haus verändert - zu feuchte Lagerräume, ist nun mehr als erwartet wohl leider im Müll gelandet. Und wir werden wohl auch hier beim Durchsortieren der mitgebrachten Kisten noch einiges zu fairKauf & Co umverteilen.

Gestern hatte ich glücklicherweise Zeit & Lust zum Räumen und habe die Kisten nach Themen sortiert und all' den Krempel dabei mal spontan fotografiert. Damit ich zumindest bei einem Teil der mitgeschleppten Dinge mal den Überblick behalte, was nun bald bei uns bzw. bei meiner Mutter irgendwo in den Ecken schlummert und auf seinen Einsatz wartet …

Da ich nun schon zum 3. Mal einen Haushalt auflösen musste, finde ich solche Gedanken ehrlich gesagt Quatsch. Bei meiner Patentante und ihrem Mann hatte ich im Frühjahr 1996 das auch noch ganz anders gesehen. Doch heute sehe ich das gelassener. Offensichtlich hat es meiner Patentante viel Freude bereitet immer mal wieder das Elektrofachgeschäft ihres Vertrauens zu besuchen und dort mit einer befreundeten Verkäuferin Lampen auszusuchen - ich hatte in den kleinen Butzen unter dem Dach einen Lampenladen mitgeerbt ;-) Manche davon trugen sogar noch Preisschilder. Viele davon sind damals zu meiner Mutter umgezogen. Manche sind in Benutzung, andere stehen nur nutzlos rum, sind aber noch viel zu schön oder zu schade zum Verschenken oder wegwerfen …
Und so geht es mit vielen Dingen. Da ist meist die Vorfreude größer als der Nutzen. Und bei so manchem Ding mag man sich noch nicht eingestehen, dass der erhoffte Moment vielleicht nie stattfinden wird. Sich von Träumen verabschieden müssen raubt manchen auch die Lebensfreude. Und der dadurch gewonnene Freiraum würde wahrscheinlich bald wieder mit Dingen für andere Wunschträume gefüllt ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute - Teil 2
Ich spreche da aus eigener Erfahrung, sehe mir das bei Wolfgang ständig an, habe das hier im Haus bei der Räumung festgestellt, und wurde nun durch Wolfgangs Mutter nochmals ganz extrem damit konfrontiert.
Bei meiner Mutter ist der Fall etwas anders gelagert: Als sie uns 1996 dabei half das Haus hier zu 'entrümpeln', war das für die wie Weihnachten & Ostern zugleich. Denn fast alles war zu schade zum Wegwerfen und zog dann lieber nach Braunschweig um. Dort gibt es seitdem so eine Art 'Tante-Ursel-Gedenkzimmer' und überall sind Sachen verstaut, die man doch vielleicht mal gebrauchen oder Umnutzen könnte.
Und als meine Mutter dann bedingt durch die Pflege meiner Großmutter nicht mehr oft aus dem Haus kam, nahm die Bedeutung der Deko zu. Denn das war auch so eine Art Tapetenwechsel anstatt reisen. Und auch, wenn sie immer wieder feststellte, dass das Haus & die Beete doch schon so voll sind, und wir so viele schöne Sachen & Pflanzen im Garten haben, waren es doch immer wieder kleine Freuden, wenn Engel, Schwippbögen, Häschen, Blümchen etc ins Haus kamen und dekoriert bzw. gepflanzt wurden. Sie selbst hätte sich die Dinge wohl nie geleistet. Dafür ist sie warum auch immer zu sparsam.
Bei meiner Schwiegermutter war das nun ganz anders. Ich vermute, dass bei ihr etwas zu kaufen wichtiger war als sich langfristig darüber zu freuen. Es ist wohl in eine Art Kaufrausch ausgeartet. Denn es gab so manches Teil, das noch mit Etikett in Papier eingewickelt war. Doch meist wurde saisonal gekauft, kurz dekoriert und danach das Material irgendwo im Keller oder Dachboden verstaut = aus den Augen aus dem Sinn. Nächstes Jahr zu Weihnachten wurden dann halt neue Dinge gekauft.
Aber ich stehe inzwischen auf dem Standpunkt, dass es solange in Ordnung ist, wenn es sie eine Zeit lang glücklich gemacht hat, und sie es sich leisten konnte. Ihr Lebensgefährte hatte vor einigen Jahren versucht Ordnung in das Chaos zu bringen, als er bei ihr einzog. Aber vermutlich hatte darunter die Beziehung gelitten. Die beiden waren wohl zu unterschiedlich wenn es ums Sortieren und Verpacken ging.

Daher genieße zu Lebzeiten Deinen Fundus, solange er Dich glücklich macht. Deine Kinder werden damit schon irgendwie zurechtkommen ...

Heidrun hat gesagt…

Ich genieße es diese Kommentare zu lesen und fühle mich so bestätigt. Ich bin eher der clean and simple Typ und bedingt durch wenig Zeit fürs Dekorieren und kleineres Budget durch studierende Kinder bechränke ich mich auf die für mich wirklich wichtigen Dinge.

Aber an vielem hängen auch richtig schwere Erinnerungen.
Ich fühle mich bei Dir verstanden :-))

Liebe Grüße Heidrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Heidrun
Clean & simple - das war ich auch einmal …
Allerdings liegt es wohl auch an meiner Mutter, dass ich mich schon immer fürs Dekorieren begeistern konnte. Darum ist die Weihnachtszeit für mich fast immer wichtig. Zumindest genieße ich es, wenn ich dafür genug Zeit habe.
Aber in meiner reinweißen Wohnung zu Beginn meiner Studienzeit waren es dann auch mal nur Lichterketten im leeren Aquarium mit Glasscherben und als Advents-'Kranz' ein weiß lackierter Ziegelstein, eine Kerze, 2 Spiegelplatten, eine Klokette und etwas Lametta.
Doch als Herr Hein dann im Sommer 1986 in mein Leben trat, wurde das schnell ganz anders. Seitdem bezeichne ich ihn liebevoll als 'Schmutzfaktor in meinem Leben' Und das ist auch gut so. Denn das Leben ist dadurch zwar um einiges unübersichtlicher, aber auch vielfältiger.

Wir wären richtig glücklich, wenn es einige wenige cleane Räume mit kleinen Deko- bzw. Bären- und manchmal Saurier-Inseln gäbe, die sich saisonal verändern könnten. Aber dazu benötigen wir ganz schon viel Schrank- & Stauraum für all' unsere Leidenschaften. Und wie wir das Problem lösen, steht noch in den Sternen ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Ach hier war das - ja, da kommt natürlich keine Mailbenachrichtigung. Da muß ich mich auch mal einklinken :-) :-)
Tja so eine Freundin habe ich auch, die mal clean und simple war, doch dann kam ihr Mann, einer dieser seltenen Spezies, die Antiquitäten um sich scharen und so veränderte auch sie sich und fand Gefallen daran. Mittlerweile tendieren aber beide wieder zum Reduzierteren, da sie schon über 70 sind. Da muß man doch auch an die Nachwelt denken. Und das tun sie von sich aus, ohne daß sie jemand dazu drängen würde .... wahrscheinlich sagt es das Bauchgefühl.

Die Menschen sind ja nicht alle gleich und bei den Jüngeren beobachte ich eben die Tendenz von der ich gerade schrieb - Wertvolles zu vergolden, das andere in den Müll. Die wollen nicht mehr so viel Kram, wie die Eltern hatten. Das Geld wird in Reisen angelegt, nicht unbedingt in Häusern. Spontane Lebensqualität steht ganz hoch im Kurs, auch Klamotten. Und gutes Essen, womit ich hochwertiges in Bio oder Öko-Qualität meine. Dazu die wechselnden Arbeitsorte ... mein Ältester wird bald seine erste richtige Stelle antreten und es ist nie gesagt, wie lange er an eine Ort bleiben wird. Die bekannten Probleme ... Da belastet man sich schon aus dem Grund ungern mit so vielen Dingen und hat für die Sachen der Eltern schon gar keine Zeit und Energie mehr. Und Stehrumchen wollen meine Söhne eh nicht haben, die haben ihren ganz eigenen Geschmack, mag etwas teuer gewesen sein, wie es will oder aus meiner Sicht schön und mit Andenken behaftet, für sie ist es das eben nicht.
Z.B. Lampen, die wir nicht nutzen, haben wir auch immer entsorgt. Mein Mann hob zwar zwei, drei "Notlampen" auf, wenn mal eine kaputtginge ... obwohl er sie theoretisch reparieren könnte, aber die wurden nie gebraucht und so hat er eingesehen, daß er keine Lampen mehr aufheben muß. Notlampen gibts an jeder Ecke für nen Appel und Ei.

Ich muß gestehen, ich mag ja Lampen und wenn es nach mir ginge, hätte ich schon einige Lampen, die hier im Haus verteilt wären. Bei I*ea sehe ich auch immer mal was Nettes ... Andererseits, WANN haben wir die Zeit, diese Lampen zu genießen??? Die würden dann extra ein und später wieder ausgeschaltet werden müssen, keiner sieht sie, außer die Nachbarn evt. von außen. ;-) Geld kostet der Strom außerdem - wozu also diese unnötigen Ausgaben (und Mühen), wenn niemand etwas davon hätte? Daher belasse ich es bei dem, was wir haben und würde eine neue angeschafft, müßte eben eine alte dafür weichen, weil ich sie nur in den Zimmern brauchen kann, wo wir uns tatsächlich auch häufig aufhalten.

Deko als Ersatz verstehe ich allerdings sehr gut. Als meine Kinder noch Kinder waren und ich dadurch noch mehr an Haus gebunden, habe ich auch wesentlich mehr gebastelt und geschmückt. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn man viel daheim ist, sein muß. Jetzt brauch' ich das in dem Maße nicht mehr und mache es vorwiegend gern, wenn Besuch kommt oder zu den Jahresfesten. Weil ich sonst doch kaum etwas davon habe und mein Mann siehts eh nicht, da er kein Augenmensch ist.

Das mit dem Tante-Ursel-Zimmer verstehe ich aber schon. Deine Mutter hatte einen besonderen Bezug und auf einmal sind da all diese Sachen ... ich hatte so etwas Ähnliches mal in dem Resthof von Meinersen erlebt. Da kamen wir auch an wirklich schönen alten Hausrat. Was es da nicht alles gab! Und doch mußte ich mich beschränken und wir gaben auch Einiges fort, manches besitze ich allerdings heute noch. Manches zerstörte der Zahn der Zeit.

Vielleicht denkt Deine Mutter an Dich, Silke und ist deshalb so sparsam!?? Das geht uns ja mit unseren Kindern auch so. Ich vermisse nicht wirklich etwas, aber die Kinder sind eben wichtiger, da ihr Leben noch vor ihnen liegt. Wir brauchen nicht mehr viel! Die Kinder jedoch noch eine Menge - bis sie sich mal einen guten Lebensstandard erarbeitet haben, das dauert! Und das in den heutigen unsicheren Zeiten ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Zu lang mal wieder - daher teilen ;-)

Immer Neues kaufen zu müssen, kann eine Sucht sein, zumal, wenn man die Sachen nicht wirklich genießen kann. Manche vergessen sogar, was sie alles besitzen. Ich kenne eine Frau, die eine Aufräumerin braucht, damit sie überhaupt noch Herr der Dinge wird und nicht völlig verwahrlost. Und das ist keine Frau, von der man das denkt. Gebildet, pensionierte Lehrerin! Meist stecken dramatische Ereignisse im Leben dahinter, von dem Zeitpunkt an kriegt der Mensch das Aufräumen und regelmäßige Entsorgen nicht mehr in den Griff und häuft an, um "festzuhalten". Manchmal spielen auch Drogen eine Rolle wie bei dieser Frau, die starke Medikamente nimmt, die sie in der Weise verändert haben, daß sie rastlos wurde und nicht mehr aufzuräumen in der Lage ist wie andere Menschen. Die Konzentration und innere Ruhe sind dabei ja sehr wichtig. - Ich will das jetzt nicht auf Deine Schwiegermutter beziehen, da ich sie ja nicht kenne. Doch in der Psychologie kennt man diese Mechanismen.

Meine Kinder sehen es, wie ich schon erwähnte, anders, sie halten es sogar für sinnlose Verschwendung. Nicht weil sie das Geld erben wollen, sondern Verschwendung von kostbaren Ressourcen, Umweltverschmutzung, sogar Gier! Denn wir alle haben mehr als genug und brauchen nicht immer mehr, so sehen sie das. Und wir versuchen, danach zu leben. Wobei es immer mal wieder Ausreißer gibt, aber meist nur durch Brockifunde. ;-) Da ist mein Gewissen nicht ganz so schlecht, da die Dinge bereits produziert waren und ich sie leicht wieder abstoßen kann, wenn ich ihrer überdrüssig bin. Da gibt's auch nicht den Andenkeneffekt.
Ich hatte aber auch keine Mutter, der Deko besonders wichtig war, konnte es auch nicht sein, da ihr Leben nicht so war, daß sie dafür viel Zeit und Energie gehabt hätte, geschweige denn das nötige Kleingeld. Und Brockis gab es zu der Zeit noch nicht so wie heute, wo jeglicher Wohlstandskram sofort wieder entsorgt wird und gleich dort landet. Insofern haben wir es heute gut - fast wie im Schlaraffenland, aber die Preise ziehen dort inzwischen an ...
Meine Großmutter hatte eine schöne Dekozeit erlebt, doch dann wurden sie ausgebombt. Sie wohnten im Östlichen Ringgebiet in diesen schönen alten Häusern, die jetzt nicht unter einer halben Million zu haben sind! Der Wohnung hat sie sehr nachgetrauert, hatte Zimmer in verschiedenen Farben, u.a. einen Blauen Salon. Aber alles, so gut wie alles konnten sie nicht retten, da das Haus nach dem Bombeneinschlag nicht mehr zu betreten war. Schon sehr bitter!

1986 lese ich gerade .... da wurde gerade mein zweiter Sohn geboren ... durch die Kinder hatte sich unser Haushalt natürlich auch vergrößert (das wollen sie bis jetzt zwar immer nicht glauben, aber wenn sie erst selber Kinder haben, werden sie erkennen . . . . . *grins*)

Liebe Grüße auch hier
Sara


SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Jetzt gehen die Kommentare zu diesem interessanten Thema leider quer durch alle Posts ;-) Ich hatte vorhin noch einiges unter 'Ein Post und die Folgen' geschrieben …

Eigentlch mag ich jetzt nicht mehr viel dazu schreiben, denn da ticken Deine Söhne ganz anders als ich. Und glücklicherweise kann Wolfgang viel für seine Bären- & Saurierwelten umnutzen/mitnutzen, so dass wir beide gern mehr aufheben, als wir zur Zeit vernünftig verstauen können. Die Freude am Deko-Blog, der Bärenwelt mit all' seinen Geschichten, Wolfgangs Saurierblog: http://heinwerken.blogspot.de sowie die jährliche Teilnahme am dinosaur toy forum diorama contest: http://dinotoyblog.com/forum/index.php?topic=4974.0 rechtfertigen all' das. Mit seinen Sauriern hat Wolfgang z.B noch einiges vor, dass eventuell mal eine Alternative zu seinem aktuellen Job sein könnte. Zur Zeit halt nur Hobby, doch vielleicht lassen sich das Freizeitinteressen und Arbeit irgendwann kombinieren.
Und da wir im Idealfall tatsächlich irgendwann mit all' den angesammelten Dingen arbeiten und Freude daran haben, ist das unsere Art von Urlaub oder der Ersatz für Kinobesuche, Essengehen, neue Klamotten & Co …
Da in unserer Überflußgesellschaft wirklich viele Dinge jetzt bei Ebay & Co als wenig oder gar nicht gebraucht angeboten werden, kaufen wir vieles auch gern gebraucht bzw. bekommen einiges auch durch die Blogs geschenkt. So bekam Wolfgang irgendwann mal Saurierbücher angeboten und hat nicht nur selbst Freude am Lesen, sondern machte mit den Büchern auch gleich wieder einen Bärenpost, der nur leider noch nicht veröffentlicht ist.

Das Thema Leihgabe finde ich auch spannend und für die Zukunft wieder wichtig. Denn nach dem Krieg haben sich die Leute ja auch ganz selbstverständlich zu Familienfesten Stühle etc. in der Nachbarschaft geliehen. Heutzutage beauftragt man ja lieber einen Event-Service ;-) Dazu hatte ich unter dem anderen Post- siehe oben, einiges aus unserer Vergangenheit zusammengefasst

Und mit Wolfgangs Mutter liegst Du nicht so falsch. Sie brauchte irgendwann ihre Putzfrau, um noch einigermaßen den Überblick zu behalten. Zum Schluß hatte sie ihn sogar fast verloren. Aber dazu poste ich demnächst mal hier die Schaukelpferde: http://baeren-im-garten.blogspot.de/2014/12/sir-hopsalot-testet-alternative.html sowie
http://baeren-im-garten.blogspot.de/2012/12/reitstunde.html
Und leider haben wir erst zu spät festgestellt, dass es tatsächlich ein Suchtproblem gab, bei dem sie sich aber trotz sehr guter Therapieangebote nicht helfen lassen wollte.

Daher gibt es meiner Meinung nach keine allgemeingültigen Regeln, wie man mit alten und neuen Dingen zukünftig umgehen sollte ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das war leider der falsche Dino-Wettbewerbs-Link, da Wolfgang mit seinem ganz speziellen Beitrag - an dem wir in diesem Sommer unsere Freude hatten, nur im Mittelfeld landete .. http://dinotoyblog.com/forum/index.php?topic=4867.0

Eigentlich hatte ich mir ja zum 20. Hochzeitstag bzw. zum 30. gemeinsamen Zusammenleben ein kleines Erdbeerfest im großen Garten gewünscht. Aber Ende Mai überkam mich irgendwie leider schon wieder die 'Sommerstarre'. Aber dafür wurde das zu diesem Anlass angeschaffte Material dann zumindest schon mal anders genutzt. Und das Erdbeerfest gibt es dann hoffentlich im nächsten Jahr ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Jetzt habe ich endlich diesen Kommentar gefunden.
Ja, die sind eher rational-technisch veranlagt. Und reisen stattdessen lieber, machen all die Dinge, die man mit Menschen unternimmt, anstatt Ware zu horten. Aber gut, solange keine Kinder da sind, hat man ja alle Zeit und Möglichkeiten der Welt ... Und ich möchte mich ja auch nicht immer wiederholen, doch bei mir ist das so ein bisschen ambivalent. Eine Weile geht es mit den Dingen und dann wird es mir doch wieder zu viel und ich muß einiges fortgeben, um mich wieder wohl zu fühlen. Auf Dauer belastet mich eben "zu viel" (was sicherlich eine Definitionsfrage ist, was "zu viel" ist ...), auch wenn ich an sich eine andere Veranlagung habe - zumindest nicht ganz ablehnend .... Hat sicher was mit sich frei fühlen zu tun, denn Dinge, Besitz binden zu sehr. Genauso wie Immobilien immobil machen, das Wort beinhaltet es bereits. Und dann gibts noch Beispiele auch aus der Familie, die mit dem Putzen und Aufräumen nicht mehr nachkommen vor lauter Trennungsängsten. ;-) Irgendwo sind ja persönliche Grenzen.... dann fehlte die Zeit plötzlich, etwas für Gesundheit und Bewegung zu tun, weil immer nur geräumt werden mußte, um noch durchzusteigen ... und so etwas wäre für mich der blanke Horror!

Das kann ich mir gut vorstellen, Eure Freizeitinteressen eines Tages mit der Arbeit zu kombinieren. Und ein zweites Standbein haben ja heute, gerade auch im Alter, als Renter, so Einige oder versuchen es zumindest übers Internet.
Bezüglich des Leihens schrieb ich Dir ja nun an anderer Stelle gerade erst. So geht es tatsächlich quer durch die Posts oder Blogs. ;-) Mit einigen Dingen geschieht das Leihen ja bereits, z.B. elt. Heckenscheren, Bauern sharen größere Maschinen, die sie nicht alle selbst unterstellen wollen.Wozu auch? So oft braucht man die doch nicht und so sind die Reparatur- und Wartungskosten gleich kleiner.
Ich glaube, was die Möbel aus der Nachbarschaft für Partys betrifft .... irgendwann hatten die Leute ein Problem mit diesen Dingen .... weil ja oft auch nicht pfleglich damit umgegangen wird. Und speziell hier in Deutschland ist man ja sehr pingeling mit den Dingen. Ich will mich da nicht ausnehmen - ich hab' es auch nich gern, wenn etwas beschädigt oder schmuddelig zurückgegeben wird. Aber ich bin auch nicht überpenibel. ;-)
Mit Süchten ist es sehr schwierig, je länger diese bestehen. Alleine schafft es kaum einer und man muß kontinuierlich dran bleiben, in Selbsthilfegruppen gehen. Wer sich zuhause "eingräbt", wird es wohl eher nicht schaffen.
Allgemeingültige Regeln gibt es da ganz sicher nicht. Es ist ja auch jeder Mensch, jede Lebenslage anders.
Nun schaue ich mal in die verlinkten Posts und dann muß ich erstmal hier aufräumen, putzen, Pakete wegbringen .... was alles so anfällt ...

Liebe Grüße
Sara

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Die Schaukelpferde habe ich da so auf den ersten Blick nicht gesehen. Ist das Dein oder Euer Forum? Denn sonst wäre es wohl - ohne den Mitgliedsnamen zu kennen - schwer, da auf Anhieb etwas zu finden?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Nein, das ist ein Forum, das Wolfgang zufällig durch seine Saurier-Leidenschaft im www entdeckt hat. Dort hat er inzwischen zwar keinen Junior-Status mehr, aber so viel Zeit verbringt er dort auch nicht. Und sein Mitgliedsname hat auch nichts mit unseren Blogs zu tun.
Schaukelpferde - in dem Zusammenhang? Nee, da ging es um das Erdbeerbild mit den gefiederten Dinotussen. Das war in diesem Jahr sein Wettbewerbsbeitrag zum Diorama Contest. Leider ist er aber noch nicht dazu gekommen das Foto auf seinem Saurier- & Bärenblog zu posten.

Die Schaukelpferde meiner Schwiegermutter stehen jetzt bei meiner Mutter im Wohnzimmer. Aber dazu werde ich wohl erst im Januar etwas posten. Da gibt es noch so viel aus ihrem Fundus auf- bzw. abzuarbeiten ;-)
Sie hatte für ihr Alter ein wirklich tolles Therapieangebot, was sie auch widerwillig annahm. Allerdings stand sie nicht zu ihren Problemen, erzählte überall sie wäre in der Klinik, damit ihre Mediamenteneinstellung optimiert würde, und brach die Behandlung nach 6 Wochen auf eigenen Wunsch ab. Aber wenigstens hatten sie sie dort wieder so weit aufgebaut, dass sie 7 Monate später wieder in den Urlaub fliegen konnte und dann nochmals 4 Monate später zum Jahreswechsel. Doch spätestens da holten sie ihre gesundheitlichen Probleme wieder ein, und vom Magendurchbruch kurz vor Ostern erholte sie sich dann nicht mehr …

Ja, wir wiederholen uns an diversen Stellen ;-) Aber total witzig finde ich in dem Zusammenhang Dein aktuelles Zitat auf Deinem anderen Blog: 'Wer nicht mehr reisen will, ist angekommen.' Das passt zu mir, zu Wolfgang und inzwischen auch zu meiner Mutter. Und all' die Dinge, die für Dich oftmals Einengung, Putzprobleme oder Arbeit beim Umstellen, Verpacken, Verstauen etc. bedeuten - also unnötiger Ballast sind, sind für uns halt Reiseersatz und eine andere Art von Tapetenwechsel. Menschen sind halt unterschiedlich. Und je nachdem welche Möglichkeiten oder Wünsche/Träume sie haben, leben sie auch ganz unterschiedlich. Und ganz selbstverständlich ändert sich das Empfinden im Laufe des Lebens.

Rentner - wann soll das sein? Und von welcher staatlichen Altersvorsorge? Ich gehe mal davon aus, dass meine Rente, wenn ich sie jemals bekommen sollte dann gerade mal für ein Heißgetränk an einem warmen Ort reichen wird. Wahrscheinlich wird aber durchs Umverteilen für uns sowieso nix übrig bleiben, bis wir unsere Rücklagen abverbraucht haben. So wie bei Arbeitslosengeld 2. Da wird der Staat schon für sorgen, dass für unsere Babyboomer Generation nicht genug Rentengelder zur Verfügung stehen. Denn die Arbeitsplätze verändern sich. Ich hatte dazu mal einen 'netten' Artikel gelesen, dass in ein paar Jahren nur noch der Coachingbereich gut funktionieren kann. Alles andere wird doch nach und nach durch Soft- & Hardware ersetzt. Den Mensch braucht man bald doch nur noch zur Kontrolle. und das sind dann doch recht wenige, die noch Arbeit haben. Alles andere wird nach und nach wegrationalisiert oder ins kostengünstigere Ausland verlagert. Spannende Frage, wer dann noch genug Geld für den 'zwingend erforderlichen' wirtschaftsfördernden Konsum hat …

Ich vermute, früher funktionierte das mit dem Verleihen einfach besser, da die verliehen Dinge noch einen ganz anderen Wert hatten - und man daher auch wesentlich sorgfältiger mit dem Geliehen umging. Ich glaube, da hat sich die Gesellschaft einfach zum Negativen verändert. Und erst wirtschaftliche Engpässe fördern da dann auf Dauer wieder ein Umdenken und sorgen für mehr Zusammenhalt.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Schau mal - zum Thema Deko hat Johanna einen wirklich guten Post geschriebenhttp://silber-rosen.blogspot.de/search?updated-max=2016-11-24T11:45:00%2B01:00&max-results=1

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Ah so. Dann habe ich das mit den Schaukelpferden wohl falsch verstanden - ich dachte, Du wolltest die Fotos dort einstellen. Nun bin ich nochmal hochgescrollt und sehe, dass das andere Links waren. Ich mache das nämlich so - bei mehreren Links in Kommentaren speichere ich mir die Links separat in BlogDesk, um sie dann nach meiner Antwort aufrufen zu können. Manchmal mit Stichwörtern dazu. Da war wohl was durcheinandergekommen. ;-)
Was das Therapieangebot aber jetzt mit dem Alter zu tun haben soll? Ich wäre davon ausgegangen, daß das für alle "gleich" ist?? Gut, bei Hochaltrigen wäre es z.B. nicht ganz so leicht, so einen Fall kenne ich auch, denn die kann man kaum noch in Kliniken oder Gruppen integrieren ... wenn sie zudem multimorbid sind.
Ohje, eine dramatische Geschichte!
Ja, das Zitat .... gilt ja auch in großen Teilen für mich. Klar würde ich schon noch gerne verreisen oder das eine oder andere sehen, andererseits aber MUSS ich es nicht. :-) Es wäre auch nicht schlimm, wenn ich in diesem Leben nirgendwo mehr hinkomme! Denn innerlich fühle ich mich eben angekommen. Für mich hat Reisen auch viel mit Unruhe zu tun!
Das Putzen und die Arbeit mit Dekodingen besitzt für mich persönlich jedoch einen ganz anderen Stellenwert. Mein Mann würde sagen, das sind Probleme, die man selbst erzeugt. Denn Deko wäre ja nicht überlebensnotwendig. Mit dem auskommen, was ist und einfach nur "da sein", das ist das, was ich anstrebe - so wie Kinder es anfangs kennenlernen ... und hierbei fallen mir gerade diese Kriegsgeschichten ein, wie unsere Alten immer von den Kriegs-Weihnachten erzählen, die die Schönsten waren, weil "nichts" da war und man aus wenig viel gemacht hat. Wir leben ja in Zeiten der Übersättigung und ich möchte frei von alledem sein, wenn ich es auch nicht wirklich bin. ;-) :-) Aber ich arbeite dran und verliere es nicht aus dem Hinterkopf. Freiheit bedeutet für mich Losgelöstheit von allem, letztendlich ist der Tod derjenige, der uns frei von allem Irdischen macht, nicht zu unserem Wohlgefallen . . .
Und doch, schrieb ich ja wohl auch, kenne ich das mit der Deko als Ersatz - als ich junge Mutter war und nur begrenzt hinaus konnte, denn irgendwas braucht der Mensch schließlich neben allem anderen, daher verstehe ich all das andererseits auch sehr gut.

Tja, Rentner - Du sagst es! Das ist bei uns nicht anders! Mein Mann sagt, er arbeitet durch. ;-) Und schon mein Großvater hat durchgearbeitet, fast bis zuletzt. Ich war auch noch nie ein Mensch, der an Rente dachte, um ehrlich zu sein, weil ich schon in ganz jungen Jahren spürte, daß das, was in weiter Ferne liegt, ganz unberechenbar ist, während andere junge Leute schon fleißig auf die Rente sparten und über sie fachsimpelten. ;-) Das verstand ich damals so gar nicht. Sicher ist es nicht verkehrt, sich diese Gedanken zu machen und doch sehen wir heute, was alles passieren kann! Und eben das ahnte ich da schon und habe lieber gelebt. Schlimme Zukunftsaussichten ... es wäre ja nicht so problematisch, wenn Roboter die Arbeit machen würden und der Mensch seinen Hobbys nachgehen könnte, aber dennoch die Existenz irgendwie geregelt wäre ... doch das wird natürlich nicht der Fall sein.

Und ich glaube auch, dass man früher oft sorgfältiger mit den Dingen umging. Wenn ich heute so sehe, wie schluderig die Menschen mit den Dingen sind, macht mich das schon sehr traurig. So ist es leider, erst in Krisensituationen, die länger anhalten, wacht der Mensch wieder auf ...

Die Posts klappere ich der Reihe nach ab, auch den bei Johanna.

Liebe Grüße
Sara

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Den Artikel bei Silber-Rosen habe ich gelesen. Ich würde aber den Trieb eines Vogels bezüglich seines Nestbau- und Balzverhaltens nicht mit den Deko-Ambitionen von Menschen vergleichen wollen. Mir fiel nur in den 70er oder Anfang der 80er Jahre auf, dass verstärkt von Holland und Dänemark die Rede war, von den Fenstern der schmalen Häuser in Holland, die zu der Zeit schon wie Schaufenster dekoriert waren, während man bei uns noch fleißig die Gardinen vorzog und die Fenster nicht vollstellte um zu zeigen, was man hat. Doch dann schwappte diese Welle auch hier zu uns. Wo nun die Henne oder das Ei war, weiß ich zwar nicht, da ich mich damit - obwohl ich mal an der HBK studierte - nicht näher beschäftigt habe. Doch hat der Dekotrieb aus meiner Sicht damals erst so richtig angefangen. Sicher hat der Mensch es sich schon immer in seiner Behausung schön gemacht. Die ganz armen Menschen auf dem Lande, Knechte, Mägde, hatten weder Geld, Zeit noch Möglichkeiten dafür, aber die wohlhabenderen Bauern besaßen auch ihre "guten" Stuben - dennoch war das nicht in dem Stil von heute mit der Deko.
Verfeinern ist aus meiner Sicht, genauso wie beim Essen eher der Untergang, auch wenn der Mensch gern Gegenteiliges glaubt .... denn verfeinertes Essen, da wissen wir heute, wohin das führt, würde man dauerhaft so essen - aber es ist auch so, dass in der Bibel bereits von Goldschmieden die Rede ist, Menschen, die diese Gabe in die Wiege gelegt bekamen, denn von irgendwoher muß man es ja haben, nicht alles kann jeder erlernen, anders als es heute verbreitet wird!
Und an so Dinge wie Heilkraft von Edelsteinen glaube ich nicht, das geht für mich in den Bereich der Esoterik, Trend und Geschäftemacherei.

Das, was Ausstrahlung, Gemütlichkeit betrifft, kann ich nur unterstreichen. Ich verstehe bis heute nicht, wieso manche diese potthäßlichen Stühle mit dem Drahtgestell in ihre Wohnzimmer stellen! ;-.) Nur weil die von Designer A. oder Z. sind??? Nee, so will "man" doch nicht wohnen! ;-)

Ein interessanter Artikel und natürlich kommt auch da zum Ausdruck, viel Deko macht viel Arbeit. Wobei ich aber die gebastelten Andenken der Kinder keinesfalls als Deko betrachten würde, da wird was verwechselt! Diese haben durchaus auch lebenslang ihre Berechtigung und Platz im Haus, denn gerade dadurch wird ein Haus persönlich. Wegwerfen würde ich von meinen Kindern keine Arbeiten und Geschenke, nur weil sie schon "alt" sind. Als Mutter tickt man da doch oft anders.

Spät geworden, alles weitere ein anderes Mal.

Liebe Grüße
Sara



SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
In letzter Zeit ist mir einiges dazwischen gekommen um hier zu posten und zu kommentieren ...
Unter Anderem auch mal wieder meine Ebay-Kauflust, die auch immer einiges an zusätzlicher Verwaltung bei mir erfordert. Aber da ich mir von Ende Mai bis Anfang November striktes Ebay-Verbot erteilt hatte, darf ich nun auch mal wieder schwelgen. Denn zu dieser Zeit gibt es viele außergewöhnliche Stücke zu sehen. Die muss ich zwar nicht alle haben, aber es ist täglich wie eine kleine Reise in das erzgebirgische Wunderland der Holzminiaturen :-)

So genau wollte ich den Post von Johanna eigentlich nicht analysieren. Ich finde es einfach nur erstaunlich, was sie mit recht wenigen Worten alles über Deko schreibt bzw. verschiedene Themen dabei anspricht. Nur leider ist es wohl recht schwierig solche interessanteren Diskussionen tatsächlich unter einem Post zu führen. Denn Du schreibst ja nun auch lieber hier anstatt bei Johanna ;-}
Ich fand es nur witzig, dass sie eben auch Dein beliebtes Thema Deko putzen zu müssen, Lagerprobleme und noch einige andere Gedanken mit aufführte, die Dich wohl häufiger beschäftigen, wenn Du bei uns vorbeischaust …

Und bei Kinderbasteleien gebe ich Johanna teilweise recht. Sie müssen nicht zu Dekoleichen werden. Wegwerfen würde ich sie auch nicht, aber in einer Schachtel verstauen und bei Bedarf wieder hervorholen. Manchmal musste ich meine Mutter auch schon mal bitten meinen Kinderkram aus dem Regal zu verbannen. Ich wollte ihn einfach nicht mehr sehen, freue mich aber, was sie alles aufgehoben hat.

Ich denke mir, dass durch Ikea, NanuNana, Butlers, Tedi & Co seit Jahren Deko so erschwinglich geworden ist, dass es ebenso ein Konsumartikel wie Kleidung von H&M oder Primark ist. Im schlimmsten Fall für kleines Geld kaufen, hinstellen und wenn die Saison vorbei ist wegwerfen. Hat ja fast nichts gekostet, beinhaltet keine Erinnerungen, ist danach nicht mehr 'in' und frisst nur unnötig Lagerraum. Das war in den 60er und 70er Jahren und davor noch anders. Da hat man sich ganz bewusst schöne besondere Dinge für bestimmte Zeiten geleistet, und sich jedes Jahr zu Weihnachten oder Ostern gefreut sie hervorzuholen. Und wenn man dann auf dem Weihnachtsmarkt noch ein oder 2 Engel bzw. 3 Bäumchen fand, war das noch etwas ganz Besonderes.
Auch wenn das vielleicht hier auf dem Blog in der Flut der Dinge bisweilen untergeht, so habe ich zu vielen der Dinge eine Beziehung aufgebaut. Auch durch die teilweise sehr netten Kontakte über Ebay. Gerade vor ein paar Tagen habe ich alte W&K Figuren ersteigert. Und schon bei der Art, wie sie verpackt waren, war zu erkennen, dass die Trennung dem Verkäufer schwer fiel. Und als ich mich dann für die liebevolle Verpackung genau 1 Monat vor Weihnachten bedankte, kam heraus, dass es Erbstücke waren. Manchmal schicke ich dann den Link zum Deko- oder Bärenblog mit. Und in dem Fall war das mal wieder eine gute Idee - siehe Kommentar unter dem Vasen-Post: http://wwwdekogeruempel.blogspot.de/2016/11/damit-ich-sie-nicht-vergesse.html

Und daher kann ich weder beim Essen noch in der Deko Deine Einstellung zum Verfeinern nachvollziehen. Aber so gesehen ist halt alles im Leben Geschmackssache ;-)

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Liebe Silke,
ich maile Dir dazu mal.
Und melde mich später hier noch einmal.

Liebe Grüße
Sara

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

So, liebe Silke,
nun will ich versuchen, auf die relevanten Punkte hier noch einzugehen.
Zunächst zu eBay, welches Du gleich zu Anfang ansprichst und gegen Ende hin noch einmal zu sprechen kommst. Da ich selbst aktive eBay-Verkäuferin mit mehreren Tausend Verkäufen war, aber auch selbst wenige Teile dort kaufte, kann ich diese besondere Bedeutung oder Beziehung zu bestimmten, ausgewählten Dingen schon sehr gut nachvollziehen. Das ging mir ähnlich zu der Zeit, wenn das nun auch lange her ist und in eine besondere Lebensphase fiel, wo ich das scheinbar brauchte.

Mit Johanna stimme ich, was das Putzen von Deko betrifft und den Verwaltungaufwand, völlig überein! Wenn man vor lauter Deko nirgends mehr drankommt, alles einstaubt und die Motten drangehen, wäre ich nicht mehr so amused. ;-) Oder ich müßte eine Haushaltshilfe einstellen, die sich um all das kümmert, denn dafür fehlt mir einfach die Zeit, natürlich auch der Wille, denn meine Prioritäten liegen anders. Auch auf die Gefahr hin, daß ich nun als putzsüchtig gelte *lach* - dem ist ganz und gar nicht so!

Zum Beschäftigen und den Gedanken schrieb ich Dir ja bereits, das hing am Anfang auch mit Eurem Blog-Namen "gerümpel" zusammen. *lach* Das weckte gewisse Assoziationen ... Nichtsdestotrotz schaue ich ja gern vorbei und sehe mir Deine Arrangement sehr gerne an !

Kinderbasteleien sind für mich allerdings keine Deko. Aber ich habe auch nicht alles, was meine Kinder jemals angefertigt haben, immer und ewig an einem Platz stehen und doch gibt es wenige Teile, die ich wirklich schon immer im Schrank (mit Glastür - also ziemlich sichtbar) stehen habe, gelegentlich auch mal hervorhole, so drei, vier Teile und woanders aufstelle, aber selten ! Und das kenne ich von meinen Kindern auch, daß sie ihre Sachen nicht mehr sehen mögen, aber ich leiste deren Bitten keine Folge, weil das ja mein Haus ist und ich muß mich damit und darin wohlfühlen. Kinderherrschaft gibts bei uns nicht. ;-) Meine Kinder freuen sich nicht unbedingt wegen dem, was ich aufgehoben habe und wenn es nach ihnen ginge, könnte alles weg. ;-) Sagen sie jedenfalls! Mit den Jahren kann ich mich aber von immer mehr verabschieden. Es ist nur noch wenig, was ich nun von ihnen noch behalten habe, als sie noch Kinder waren. Und das Meiste davon befindet sich tatsächlich im Karton.

Und es ist wohl, wie Du es schreibst - Deko für kleines Geld bei all den einschlägigen Läden, kein Bezug dazu, Ex und hopp, wenn die Saison vorbei ist. Schon irgendwie traurig und auch bedenklich! Zum Teil kenne ich das ja auch, besorge aber inzwischen vieles bei den "Brockis" - das geht dahin wieder zurück und gut ist. Dort Deko zu kaufen, macht auch viel mehr Spaß, da ich z.B. Dinge entdeckt, die ich mir früher nie gekauft hätte. Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich Deko eher nicht - wenn wir mal einen Gegendstand oder meinetwegen zwei, drei herumstehen hatten, dann waren das "Andenken". Von Deko habe ich erst Anfang der 80er bewußt erfahren.Vorher hatten wir es nicht und ich hatte auch keinerlei Bedürfnis danach. Ich war da sehr nach außen orientiert und inzwischen bin ich es zum Teil wieder, seit meine Kinder erwachsen sind. Insofern haben wir auch eine völlig unterschiedliche Ausgangsbasis.

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Heute will ich schon ganz bewußt keine besondere Beziehung mehr zu Dingen, zur unbelebten Materie aufbauen, weil ich durch schwere Krankheit vor einigen Jahren, wo ich zwischen Leben und Tod "hing" erkannte, daß das (für mich) nichts bringt. Mein erstrebenswertes Ziel ist eher die Materiallosigkeit. Das wird sicher so nie zu erreichen sein, aber doch bis zu einem gewissen Grad. Da wir eines nicht allzu fernen Tages dann eh alles loslassen müssen. Mir gefällt die Freiheit von Materiellem, allerdings bin ich längst nicht so frei davon, wie ich es mir wünschen würde! Mag sich mein Geschreibsel auch so anhören. Und natürlich liebe ich dennoch auch schöne Deko und überhaupt alles, was schön anzusehen ist, sonst würde ich schließlich nicht so gern in Deinen Blog schauen! Ich hab' aber auch das Deko-Gen nicht in die Wiege gelegt bekommen und beschäftige mich viel lieber mit anderen Dingen, die mir mehr liegen.
Ein bißchen ist es so wie mit dem Reisen, daß die, die bereits "angekommen" sind, nicht mehr unbedingt reisen müssen und so ähnlich verhält es sich auch mit anderen materiellen Dingen.

Was das Verfeinern von Lebensmitteln betrifft, das ist jedoch keine Einstellungssache sondern erwiesen, daß "verfeinerte" Nahrung nicht gerade der Gesundheit förderlich ist. Wie es auch die Kollath-Tabelle aufzeigt. Präparate und Konserven sind indiskutabel und sollten möglichst gar nicht auf den Speiseplan! - Doch dazu müßten wir erst einmal abklären, was wir beide jeweils unter "verfeinert" verstehen.

http://www.vollwertleben.info/html/kollath-tabelle.html

Méa hat bspw. viele wertvolle Tipps für eine vollwertige und basenreiche Ernährung, aber auch anderes wie Waschen der Haare mit Haarseife - wie wir der schleichenden Übersäuerung und Vergiftung entgegenwirken können und dabei nicht nur Geld sparen sondern gesünder werden.

http://measvintage.blogspot.de/2015/08/basisches-brot-backen-leicht-gemacht.html

Deinem Link folge ich gleich noch (Vasen-Post)

Jetzt erstmal liebe Grüße und ich wünsche Dir/Euch einen schönen 3. Advent!
Sara